Aktion „Licht & Musik!“

Die Betreiber vom Hans-Albers-Platz in der Friedrichstraße

Über ein Jahr Lockdown, zwischendurch spärliche Öffnungen, die keinem Betrieb auch nur annähernd die laufeden Kosten decken konnte.

Betreiber, aber auch viele Stammgäste und Unterstützer, haben sich daher in einer Facebook-Gruppe zusammengefunden.

Jeden Samstag machen wir Betreiber ab 18 Uhr auf unsere Situation aufmerksam und sorgen, dem Namen der Aktion entsprechend, für Licht und Musik: die Läden erwachen kurz zum Leben, dürfen aber natürlich niemanden einlassen oder anderweitig bewirten – auch an der frischen Luft, an der nur 0,1% aller Infektionen stattfinden, dürfen wir immer noch nichts verkaufen.

Für einen kurzen Moment wird es aber wieder laut auf dem Platz, man könnte denken, Corona sei überstanden – wenn denn die Türen nicht verschlossen wären.

Wir machen mit der Aktion darauf aufmerksam, dass

  1. die Gastro- und Club-Szene nie sogenannter „Pandemietreiber“ gewesen ist: es gab so gut wie keine Infektionen aus der Gastronomie;
  2. viele Betriebe von den Soforthilfen bis heute keinen Cent erhalten haben;
  3. viele Betriebe auch nie Gelder sehen werden, weil die Hürden für Beantragung und Auszahlung so hoch liegen, dass die dafür anfallenden Kosten von den Auszahlungen nicht mal gedeckt werden;
  4. Tausende von Mitarbeitern, Reinigungskräften, Getränkelieferanten, Hausmeistern, DJs, Musikern und anderen Künstlern immer noch ohne Einkünfte dastehen, und, das ist eigentlich am schlimmsten:
  5. die Politik immer noch keinen Plan hat, um an diesem Zustand etwas zu ändern.

Die wenigsten Menschen dürften momentan samstagabends etwas zu tun zu haben – kommt gerne vorbei und schaut euch an, wie der Hans-Albers-Platz mit Musik und Licht wirkt. Denkt aber dran, dass ihr um 21 Uhr wieder zuhause sein müsst 😉

Maren

Angaben zu Marens Alter sind VS - STRENG GEHEIM, aber man munkelt, sie kennt den Kiez schon mindestens 30 Jahre... Maren leitet das Frieda B. und die Chikago Bar und sorgt immer für frischen Wind auf dem Hans-Albers-Platz. Ohne Gretel sieht man sie eigentlich nie. Wer Gretel ist, findet ihr im Frieda B. heraus.

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